Klimawandel Klima existiert seit Bildung der Erdatmosphäre, unterliegt kontinuierlichen Veränderungen und variiert sowohl durch natürliche Schwankungen als auch durch menschliche Einflüsse. Es beschreibt die durchschnittlichen Wetterbedingungen über einen längeren Zeitraum und umfasst Faktoren wie Temperatur, Niederschlagsmuster, Luftfeuchtigkeit sowie Windrichtung- und Geschwindigkeit. Korrekt wäre daher die Bezeichnung „vom Menschen verstärkter Klimawandel oder von Menschen verursachten Klimaänderung“. Die Industrialisierung nahm in Europa mit der Erfindung der Dampfmaschine durch den Schotten James Watt im Jahr 1765 ihren Anfang. Mit dieser technischen Neuerung wurde erstmals Energie aus Kohle – später auch aus Holz, Biomasse, Öl und Gas – genutzt, um mechanische Arbeit zu verrichten. Dies führte zur Entstehung der ersten Fabriken und Maschinen, die fossile Energieträger durch Verbrennung in Bewegungsenergie umwandelten. Damit begann auch der menschliche Einfluss auf das globale Klima, da die dabei entstehenden Treibhausgasemissionen als Nebenprodukt in die Atmosphäre gelangten.
Treibhausgase
Die über geologischen Zeiträume hinweg gebundenen und eingelagerten Kohlenstoffe wurden infolge der Industrialisierung durch Verbrennung plötzlich in die Atmosphäre freigesetzt. Dadurch geriet das chemische Gleichgewicht der Atmosphäre ins Wanken, was zu einer verstärkten Rückstrahlung von Wärmestrahlung führte. In der Anfangszeit der industriellen Entwicklung – als Massentierhaltung und großflächiger Futtermittelanbau noch keine bedeutende Rolle spielten – konnte die Erdatmosphäre die zusätzlichen Emissionen von Kohlenstoffdioxid (durch Verbrennung), Methangas (durch Tierhaltung), Lachgas (durch Düngung) sowie andere Schadstoffe chemisch noch weitgehend kompensieren. Der langfristige Effekt auf das globale Klima war daher kaum messbar. Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts jedoch – und insbesondere in den letzten Jahrzehnten – stiegen die Emissionen aller Treibhausgase exponentiell an. Diese Zunahme ist heute nicht nur eindeutig messbar, sondern zeigt sich auch in zunehmenden Klimaschäden und deutlich wahrnehmbaren klimatischen Veränderungen.